• Jutta Heupel

Was ist zu beachten, wenn man mit einem Freelancer kooperiert?

Aktualisiert: 10. Juli



Wenn ein Unternehmen mit einem Freelancer zusammenarbeitet, gibt es tatsächlich einiges was man beachten sollte.


Das werde ich hier in dem Artikel näher erläutern.


Ein freier Mitarbeiter ist nicht wie ein Festangestellter zu behandeln. Und man sollte auch immer daran denken, dass es Unterschiede zwischen Freiberufler und Freelancer gibt.


Solltest du Interesse an diesem Thema haben, empfehle ich dir diesen Artikel zu lesen.


Zurück zu unserem Thema, was zu beachten ist, wenn man mit einem Freelancer zusammenarbeitet.


Wie viele Freelancer gibt es in Deutschland?

Man zählt von 1992 bis Ende 2021 über 1,46 Millionen Freelancer nur in Deutschland. Das ergab eine Studie von Statista.


Und damit ist auch ganz klar, dass die Freelancer als Gruppe ein wichtiger Teil der Wirtschaft sind. Nicht nur aus steuerlichen Gründen. Sondern vor allem, weil sie dazu beitragen, der Industrie und Wirtschaft zu der Umsetzung einer Transformation verhelfen können.


Außerdem sind sie eine interessante Option für die KMU, da die Kosten wesentlich geringer sind wie die einer Agentur.


Was ist denn eigentlich genau ein freier Mitarbeiter?

Der Name an sich sagt es schon: Es sind Mitarbeiter die frei arbeiten und flexibel einsetzbar sind. Dadurch, dass Freelancer ihre Steuern selber bezahlen und selbstbestimmt bezahlen, hat er/sie nicht die Rolle eines festangestellten Mitarbeiters.


Das Arbeitsrecht sagt auch dass der Freelancer eine selbständige Arbeitskraft ist. In der Regel arbeitet der Freelancer Remote oder aber auch in Präsenz. Was natürlich auch von der Art der Arbeit abhängt. Er kann auch die Arbeitszeiten bestimmen und andere Regeln. Und da wären wir dann auch bei dem Thema des Vertrages zwischen dem Freelancer und dem Unternehmen.



Der Vertrag

Viele denken, dass es nicht unbedingt notwendig ist einen Vertrag abzuschließen. Ich kann jedem nur dazu raten, detailliert im Vertrag die Dinge aufzulisten, die wichtig sind.


Warum? Weil es bei vielen Kooperationen zu Scheinanstellungen mit den Freelancern kommt.


Im Falle einer Zusammenarbeit, ist ein Dienstvertrag oder ein Werkvertrag in Erwägung zu ziehen. Hier können die Rechte und Pflichten beider Parteien aufgelistet werden. Es sollte aber beachtet werden, dass der Freelancer als individueller Mitarbeiter behandelt werden sollte. Sonst kann es schnell passieren, dass dieser die Zusammenarbeit beendet. Denn das hieße, dass er seine Arbeit nicht selbstbestimmt vollziehen kann.


Sollte das Projekt komplex sein, ist es sehr wichtig einen individuellen Vertrag aufzusetzen, der auf den Freelancer und das Projekt zugeschnitten ist. Einfach aus dem Grund, dass alle eventuellen Schwierigkeiten bzw. Risiken ausgeschlossen werden.


Worin besteht der Unterschied eines Dienstvertrages und eines Werkvertrages?
  • Der Freelancer kann bei einem Dienstvertrag flexibel bei diversen Projekten eingesetzt werden.

  • Stattdessen bei einem Werkvertrag steht der Freelancer einem bestimmten Projekt und seinem Werk ein.

Welcher andere Grund gibt es noch für einen Vertrag?

Gibt es keinen Vertrag, ist es eine Scheinselbständigkeit und das Unternehmen muss für den Freelancer Sozialversicherungsbeiträge zahlen. Und das kann dann sehr kostspielig werden. Da der Stunden bzw. Tagessatz eines Freelancers wesentlich höher ist, als bei einem Festangestellten.


Die Details eines Vertrages

  • Aufgaben definieren

  • Stunden oder Result Basis

  • Vergütung

  • Fristen des Projekts definieren

  • Verschwiegenheitspflicht

Die Details und Aufgaben in einem Vertrag zu definieren, unterstützt eine gute Zusammenarbeit.


Fazit: Sich darüber vorher bewusst zu sein und sich Gedanken darum zu machen, kann nicht nur viel Zeit und Geld einsparen. Sondern auch eine Menge Ärger und es fördert eine gute Zusammenarbeit auf Augenhöhe.



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